„Mein Platz im Getriebe“

Am Freitag, den 8. Mai 2026, waren wir Männer im BSZ Radeberg zu Gast. Dort arbeitet Ralf als Berufsschullehrer, und sein Arbeitsplatz – samt Werkstätten – eignete sich hervorragend für unseren Männertreff „Dein Platz im Getriebe“.

Schon ein Blick in ein Getriebe macht deutlich: Nicht jedes Zahnrad übernimmt dieselbe Aufgabe. Vielmehr entsteht Bewegung erst dadurch, dass die Zahnräder ineinandergreifen und sich gegenseitig antreiben. Nicht die größten Zahnräder sind die Helden, sondern das Zusammenspiel von Klein und Groß erzeugt das nötige Drehmoment. Besonders spannend war dabei die Erkenntnis, dass es sogar Zahnräder gibt, die zeitweise „frei drehen“ – also keine Kraft übertragen – und dennoch nicht nutzlos sind oder das System blockieren. Die Schaltmuffe sorgt dafür, dass die richtige Kraft zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt. All das konnten wir an den Schaustücken nicht nur beobachten, sondern auch selbst ausprobieren.

Gleichzeitig wurde darin ein starkes Bild für das Reich Gottes sichtbar. Auch in der Gemeinde hat nicht jeder dieselbe Aufgabe, dieselbe Sichtbarkeit oder dieselbe Kraftphase. Entscheidend ist nicht, wie groß oder auffällig jemand wirkt, sondern ob er seinen Platz im Zusammenspiel mit anderen einnimmt.

Sven und Tobias stellten uns an diesem Abend die Frage, wo unser Platz im Reich Gottes ist – doch nicht zum Zweck des äußeren Eindrucks oder der Selbstinszenierung, sondern zur ehrlichen Einordnung vor Gott. Im ersten Raum wurde diese Frage ganz praktisch: Jeder sollte zu einem Werkzeug greifen. Zum Hammer – weil ich gerade am richtigen Platz bin und wirksam dienen kann. Zur Zange – weil etwas korrigiert oder zurückgenommen werden muss. Zur Leuchte – weil ich meine Aufgabe noch suche. Oder zum Wagenheber – weil ich selbst Unterstützung brauche. Sich in dieser eindrücklichen Illustration ehrlich zu positionieren, forderte alle 22 Teilnehmer heraus.


In kleinen Zweiergesprächen wurden wir anschließend persönlicher, tauschten uns über Gaben, Aufgaben und Herausforderungen aus und sprachen einander Mut zu. Manchmal braucht es genau das: sich – bildlich gesprochen – mit einem anderen Zahnrad zu verbinden oder einen neuen Gang einzulegen, besonders dann, wenn man innerlich leerläuft und keine Kraft mehr übertragen kann.

Das nächste Thema „Wenn Warnleuchten ignoriert werden“ knüpft daran an und ist nicht nur für Autoschrauber und Techniker interessant.

Also: Haltet euch den Abend am Freitag, den 26.Juni frei.