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Gemeindeblatt Nov 2018

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Herbstzeit ist Lesezeit. Und gerade weil diese Monatsausgabe etwas dünner ausfällt, so also mehr Lesezeit für umfangreiche Lektüre eröffnet, möchten wir dir ein altbewährtes Buch für dein tägliches Miteinander empfehlen:  „Dem anderen Mut machen – Seelsorge im täglichen Miteinander“ von Lawrence J. Crabb und Dan Allender. Ob für dich als Mutter & Vater zu deinen Kindern. Für dich als Teamleiter zu denen, für die du Verantwortung trägst. Oder als großer Bruder oder Schwester für deine kleinen Geschwister, in häuslicher Familie oder der des Glaubens. Es ist für dich als Seelsorger im Alltag bestens geeignet, um zu Mutmacher zu sein. Darum geht es im Übrigen auch im Leitartikel der Novemberausgabe. Also les‘ mal rein

Editorial: Selbst-Los

Saul wollte den Leuten gefallen. Er, der aus einem fast ausgerotteten Stamm kam, der sich bei seiner Berufung zum König für gering und nicht würdig fand, war süchtig nach Anerkennung geworden. Er machte im Gehorsam gegenüber Gott Kompromisse, damit die Leute genug von der Beute abbekamen und ihn dafür mochten. Er setzte sich selbst ein Denkmal auf dem Karmel und nachdem er erkannte, dass Gott ihn als König verworfen hatte, bat er Samuel, wenigstens den äußeren Schein zu wahren und ihn vor dem Volk zu ehren (siehe 1. Samuel 15,30).
Kurz danach tauchte ein junger Mann auf, der auf solche Dinge keinen Wert legte. Der ein Mann nach dem Herzen Gottes war. Der ohne Allüren großen Erfolg hatte, von anderen gerühmt wurde und damit Saul neidisch machte. Ihm flogen die Herzen des Volkes und der Kinder Sauls zu. Vielleicht gerade deshalb, weil er sich keinen Kopf machte, wie er wirkt. Für seinen Gott war David bereit, sich „zum Obst“ zu machen. Einmal, als er für wahnsinnig gehalten wurde, schrieb er: „In dem HERRN soll sich rühmen meine Seele“ – nicht in mir!
Auch wenn in vielen von uns Sätze wie „Eigenlob stinkt“ leben, sehnen wir uns ja doch nach Anerkennung. Ich möchte gemocht sein. Ich will wissen, wie anderen gefällt, was ich mache. Die Bibel kennt diese Bedürfnisse, möchte aber unseren Blick und unseren Maßstab verändern. Paulus schreibt: „Wir verkünden das Evangelium – nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Motive hinterfragt.“ – 1. Thessalonicher 2,4
Paulus möchte von IHM gesehen werden, nicht von Menschen (siehe auch Galater 1,10). An die Korinther schreibt er:

Wir würden es natürlich niemals wagen, uns mit gewissen Leuten zu vergleichen, die sich selbst empfehlen, oder uns gar auf eine Stufe mit ihnen zu stellen. Sie messen sich an sich selbst, vergleichen sich mit sich, so dumm sind sie. Wir wollen uns nicht so maßlos überschätzen, sondern den Maßstab anlegen, den uns Gott zugeteilt hat.

Das ist eine Art, wie sie bei Gott und Menschen besser ankommt als jede Selbstempfehlung. Jemand, der eher von anderen empfohlen wird (wie Paulus das auch vorbildlich macht – z.B. Philipper 2,22-25Philemon 10-11), als dass er selbst herausstellt, was er getan hat.

Jesus selbst sagt, als er über die Maßstäbe seines Reiches spricht: „Hütet euch, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen. Sonst könnt ihr keinen Lohn vom Vater im Himmel erwarten.“ Und er spricht dann als Beispiel vom Geben, vom Beten und Fasten.
Was du tust ist nicht vergeblich! Auch wenn es keiner groß beachtet ist deine Liebe nicht vergessen!
Wenn du als Kind Gottes eines Tages vor deinem Herrn Jesus stehst, werden auch alle Kleinigkeiten Beachtung gefunden haben! Selbst ein Becher Wasser, um Christi Willen gegeben, wird nicht ohne Lohn bleiben! (Matthäus 10,42)

Jesus selbst sagt im letzten Kapitel der Bibel: „Ja, ich komme bald. Und ich bringe jedem den Lohn mit, der seinen Taten entspricht.“ (Offenbarung 22,12).
Lasst uns uns gegenseitig ermutigen zur Treue und zum Dienen, weil es Anerkennung gibt, viel besser als der Beifall oder die Bewunderung, die wir jetzt bekommen können. Lasst uns den anderen loben, andere voranstellen und es dem Ewigen überlassen das unsrige hervorzuheben. Letztlich kommt alles was wir haben und sind ja von Ihm, Jesus Christus. Und es befreit kolossal, sich nicht um diese Dinge kümmern zu müssen.

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