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Gemeindeblatt Januar

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Editorial – Schwindsucht der Seele

Da erfüllte er ihnen ihre Bitte, und er sandte Schwindsucht in ihre Seele. – Psalm 106, 15

„O Mann, ist die dünn! Man könnte meinen, sie bricht gleich in der Mitte auseinander!“ So sagte ein Kollege, als eine neue Patientin mit Magersucht zu unserer Station kam. Mir stand wieder einmal vor Augen, das solch eine Geschichte oft so harmlos beginnt und sich fast unmerklich zur tödlichen Krankheit entwickeln kann. Schwindsucht, Magersucht der Seele – ja, das gibt es auch. Wo unser innerer Mensch abmagert, wo die schlechten Seiten zum Vorschein kommen und wir emotional verhungern, vielleicht zuerst noch unbemerkt. Wie kann es dazu kommen und was ist die Therapie?

Wenn ein Mensch seine Seele mit Dingen satt zu machen versucht, die zu dieser vergänglichen Welt gehören, dann wird er hungrig bleiben. Alles das hat keinen Nährwert, es vergeht. (1.Johannes 2,17) Hier hilft nur, sich an den zu wenden, der uns ewiges Leben geben kann. Sich an den zu wenden, der uns Wasser gibt, das einen nicht mehr durstig sein lässt – Jesus.

Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst bekommen. Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm eine Quelle werden, aus der Wasser für das ewige Leben heraussprudelt. – Johannes 4,14

Aber auch als Menschen, die schon zu Gottes Volk gehören, die seine Kinder sind, können wir einen falschen Weg einschlagen. In Psalm 106 wird beschrieben, wie Gott beim Murren seines Volkes ihnen ihre Bitte, ihr Gebet erfüllte. Das hatte zur Folge, dass zwar ihr Körper das zu essen bekam, wonach sie verlangten, ihre Seele aber umso mehr aushungerte.
Schon oft habe ich mir Dinge in meinem Leben sehr gewünscht, auch anhaltend darum gebetet. Und doch hat mein Gott sie anders geführt. Habe ich nicht genug gebetet? Mein Vater weiß doch aber, was ich brauche, bevor ich es formuliere. Und er gibt gerne. Nein, oftmals ist die Herausforderung, meinen Willen loszulassen und ehrlich danach zu fragen, was ER will. Anzunehmen, was ER mir zukommen lässt. So will er führen. „DEIN Wille geschehe!“ Hör auf, um dein Recht zu kämpfen. Sag es deinem Herrn! Versuch‘ nicht, Dinge von ihm zu erzwingen, denn das wäre am Ende nicht gut für dich. Er hat den besseren Überblick (Jesaja 55,9). Wenn wir uns ihm und seiner Führung anvertrauen, werden wir keinen seelischen Hunger leiden. Im nächsten Psalm, Psalm 107, geht es um Menschen, deren Seele in ihrem Innern verschmachtete. Gott führte sie aus dieser Situation heraus, so dass sie ihn voll Dankbarkeit loben konnten. Vers 9: „Denn er hat die durstende Seele gesättigt, die hungernde Seele mit Gutem erfüllt.“

Das wünsche ich dir und mir in diesem Jahr!

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